…und Jesus nahm ein Kind, stellte es in die Mitte, schloss es in die Arme und sagte zu den Erwachsenen: Wer ein solches Kind aufnimmt […], der nimmt mich auf.

 

Wenn das Leitbild des Kinderhauses in der Au als zentralen Satz nennt: „…und das Kind steht in der Mitte“, dann ist das kein Zufall, sondern spielt auf diesen Satz von Jesus aus dem Markusevangelium (9,36.37) an. Jesus hat seiner Kirche aufgetragen, dass sie für Kinder da sein soll und Kinder in den Mittelpunkt stellen soll. Deshalb hat die Evangelische Kirchengemeinde Sontheim sehr gerne die „Trägerschaft“ für das Kinderhaus übernommen.

Der Träger einer Kindertageseinrichtung hat viele Aufgaben. Er verantwortet – in enger Ansprache und oft in direkter Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung vor Ort – die komplette inhaltliche Arbeit sowie die Organisation und Ausstattung des Kinderhauses.

So gehört zu den organisatorischen Aufgaben eines Trägers unter anderem folgendes:
– Gewinnung, Einstellung, Fortbildung und Bezahlung qualifizierter Erzieherinnen und Erzieher
– Verantwortung für die Finanzen des Kinderhauses (in Abstimmung mit der bürgerlichen Gemeinde, die auch einen Großteil des Budgets finanziert)
– Verantwortung für das Gebäude und die Außenanlagen (gemeinsam mit der bürgerlichen Gemeinde)

Zu den inhaltlichen Aufgaben eines Trägers gehört unter anderem folgendes:
– Erstellung eines Leitbilds, einer Konzeption sowie eines Qualitätsmanagement-Systems für das Kinderhaus (gemeinsam mit dem pädagogischen Personal) sowie Verantwortung für die konkrete Umsetzung dieses „Rahmens“ in der täglichen Arbeit

– Verantwortung dafür, dass der „Orientierungsplan für die Arbeit in Kindertagesein- richtungen in Baden-Württemberg“, der von der Landesregierung vorgegeben wird, im Kindergarten angemessen umgesetzt wird.

Der Kirchengemeinde ist es wichtig, dass bei diesen „Kernaufgaben“ zum Ausdruck kommt, dass das Kinderhaus eine kirchliche Kindertagesstätte in evangelischer Trägerschaft ist. Dies kommt zum Beispiel dadurch zum Ausdruck, dass
– Erzieherinnen und Erzieher einer christlichen Konfession angehören sollen
– Elternbeiträge – soweit es geht – familienfreundlich und sozialverträglich gestaltet werden sollen
– die Kinder im Rahmen einer „christlichen Erziehung“ wichtige Erzählungen, Inhalte und Feste des Christentums in der Kindertageseinrichtung kennenlernen (in selbstverständlicher Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen)
– den Kindern wichtige Werte des christlichen Glaubens wie Nächstenliebe, Vergebungsbereitschaft, Toleranz oder Verantwortung für die Schöpfung vermittelt werden.

Die evangelische Kirchengemeinde Sontheim bringt sehr gerne folgende Ressourcen für das Kinderhaus ein:
– Sie stellt das Grundstück des Kinderhauses zur Verfügung (das der Kirchengemeinde gehört)
– Sie stellt die Arbeitskraft des Pfarrers, der Kirchenpflegerin, des Kirchengemeinderats und der Kirchlichen Verwaltungsstelle zur Verfügung
– Sie steuert jedes Jahr ca. 25.000 Euro zum Haushalt des Kinderhauses bei (der Restbetrag wird durch die bürgerliche Gemeinde und die Elternbeiträge finanziert)

Die evangelische Kirchengemeinde freut sich, dass sie durch die Trägerschaft für das Kinderhaus in der Au dazu beitragen kann, dass Sontheim ein familienfreundliches Dorf ist und bleibt, wo schon die Kleinsten einen wunderschönen Ort haben, wo sie angenommen, wertgeschätzt und geliebt werden.

 

…denn Jesus sprach zu den Erwachsenen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und schickt sie nicht weg. […] Und er herzte sie, legte die Hände auf sie und segnete sie“ (Markus 10,14.16)

 

 

Weitere Informationen über unsere Kirchengemeinde erhalten sie unter: www.sontheim-evangelisch.de